SKITOURENWOCHE - UNTERBÄCH 2015

Jan 28, 2015
SKITOURENWOCHE - UNTERBÄCH 2015
 
Photo
 
Datum: 28 Januar bis 1. Februar 2015

Teilnehmende: 
Fred Fischer und Dres Schild als Bergführer
Felix Brunner, Jürg Schweizer, Brigitte und Thomas Hug,
Ueli Moor, Jean Bernard Ryser, Alain Wuilloud, 
Vreni und Jürg Steinegger    

Wir waren eine fröhliche und durchschlagskräftige Gruppe von 11 Personen: SAS-lern, zugewandter Freunde und zwei sympathischen Frauen (Unterbäch das “Rütli der Schweizer Frauen“, erste Abstimmung  von Frauen 1957). Das Wetter war allerdings eher durchzogen, aber dank unseren beiden vorausschauenden und flexibeln Bergführern fanden wir auch reizvolle Skiwanderungen durch die schönen Arven – und Lärchenwälder oberhalb Unterbäch, Bürchen und Eischoll. Dabei mussten wir uns nicht über der Waldgrenze vom enorm starken Winde verwehen lassen und uns auch nicht der erhöhten Lawinengefahr aussetzen.
Der Touren- Höhepunkt war sicher der wettermässig fantastische Samstag mit der Besteigung des Alt Stafelhorns (2840m). Im Aufstieg auf einer Hochebene zeigte uns Fred Fischer mit einem lebenden Beispiel (Name darf aus Datenschutzgründen hier nicht aufgeführt werden!), wie der Berggänger – seiner 5 Sinne beraubt, mit einer dicken Decke auf dem Kopf, ohne Kompass und v.a. auch ohne GPS – nach nur wenigen Metern im Kreise zu gehen beginnt. Eine Tatsache, die mir als alten Gebirgs-infanteristen vom Hörensagen bekannt war, aber jetzt wurde es uns allen eindrucksvoll vor Augen geführt! Wegen der erheblichen (3) oder sogar  grossen Lawinengefahr (4) erinnerte uns Dres einmal mehr , wie eine fast 90%-ige Sicherheit im tief winterlichen Gebirge gefunden werden kann. Man meide bei einer solchen Schneesituation systematisch alle Nord und Ost gerichteten Hänge und Hänge mit Neigungen von 30 Grad und mehr!
Mit seinen Skistöcken machte er einen Abdruck in der Fall-Linie des Hanges und stellte dann seine Stöcke je am Ende des Abdrucks in den Schnee und erhielt so auf einfachste Weise ein gleichseitiges Dreieck, das uns über die Steilheit des Geländes informierte. Mit den beiden ausgewiesenen Bergführern fühlten wir uns jederzeit sicher!
Damit allerdings nicht genug, so schwelgten wir am Donnerstag Abend in alten Erinnerungen “der SAS over 50-Tage“. Bilder mit schönstem Wetter in den Jahren 2012 in Splügen und 2013 in Guarda. 
Am Freitag abend dann sicher der kulturelle Höhepunkt mit einem umfassenden, toll bebilderten und einem feinen Humor vorgetragenen Referat mit dem uns bestens bekannten Pius Henzen. Ein Erlebnis der speziellen Art, den dort verwurzelten Pius über das Thema: „Lötschental von A bis Z“ zu verfolgen!
Das einzige was ich dabei vermisste, waren die haufenweise erwähnten „Chiächleni“, die man aber nie zu Gesicht bekam. Wer weiss, vielleicht erhalten ja die Teilnehmer an der nächsten SAS-Tour auf der Fafleralp einen Einblick in dieses letzte Lötschentaler Geheimnis? Wir sind gespannt!   Vielen Dank dem extra für uns aus Ausserberg angereisten Pius!

​Zum Schluss möchten wir Euch die neue “SAS- Plaisir - Woche“ noch etwas genauer vorstellen:Die SAS-Alpin-Stiftung hat beschlossen, anstelle unserer beliebten “SAS over 50“ Tourenwoche eine mit dem ob genannten Namen durchzuführen. Wie der Name erahnen lässt, sollen damit einerseits die bewährten älteren, dann aber vor allem auch jüngere SAS-ler, denen auf spielerische Art der Einstieg ins einzigartige Tourenleben erleichtert werden soll, angesprochen werden.Last but not least würden wir uns freuen auch vermehrt unsere Amis Romands aus der Westschweiz begrüssen zu können. Wir bemühen uns ca. jedes 2. Jahr einen Ort auszuwählen, mit kurzer Anreisezeit aus der Romandie.Wir versuchen jeweils situativ 2 Gruppen zu formen, sodass die Jüngeren und auch die etwas langsamer am Berg steigenden sich im medizinisch vernünftigen Bereich bewegen können.Die Woche war trotz Wetterkapriolen aus unserer Sicht ein toller Erfolg!

Jürg Steinegger

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