SAS VARIANTEN - WOCHENENDE IN DAVOS 2016

Feb 06, 2016

SAS VARIANTEN - WOCHENENDE IN DAVOS 2016

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Datum: 6-7.02.2016
Teilnehmer: Martin Kessler, Richard Dold, Andreas Holzer, Thomas Hug, Nik Hug, Urs Jäger, Tom Kessler, Marcel Müller, Christoph Nater, Gabriel Schnetzler, Bjorn Vang-Mathisen, Philipp Weber, Walter Weder
Führer: Marco Benz, Marco Lippuner, Johnny Müller

Davos war dieses Jahr zum vierten Mal in Folge Austragungsort des mittlerweile traditionellen Variantenwochenendes. Wie bereits in den vergangenen Jahren war Philipp Weber für die Organisation besorgt. Dieses Jahr hat er, auf Empfehlung von Marco Benz, das Wintersportmuseum in Davos Platz als Lokalität für den Samstagsapéro ausgesucht. Nach den tagsüber ausgiebigen Fahrten durch luftigen Pulverschnee von Pischa übers Hüreli nach Laret und von Parsenn durchs Meierhofer Täli hinab, wurde uns die Geschichte von Davos vermittelt. Der Grundstein des Höhenkurortes wurde durch die Behandlung von Tuberkulose gelegt. In bis zu mehreren Monate dauernden Kuraufenthalten wurde die Krankheit behandelt und geheilt. Oft waren Angehörige mit dabei, welche die Patienten begleiteten und sich im beschaulichen Davos langweilten. Diese Langeweile war der Auslöser für die, der damaligen Zeit innovativen, Wintersportaktivitäten. Wie der Name es sagt, wurde hier der Davoser Schlitten entwickelt. Mit ihm wurden Wettfahrten organisiert. Mit ersten Zweier- und Vierer-Bobs wurden von der Schatzalp herunter Rennen in einem Natureiskanal gefahren. Natureis diente auch als Grundlage für die Eisbahn, wo Eisschnellläufe und Hockeymatches durchgeführt wurden. Der Spengler Cup datiert aus jener Zeit. Jagd-Skis wurden aus Skandinavien eingeführt. Diese ersten wiesen Metallspitzen zur Verteidigung gegen Bären und Wölfe auf, wie es im hohen Norden notwendig war.
Mit der Erforschung und Entwicklung von Penicillin zum wirksamen Antibiotikum in der Zeit des zweiten Weltkriegs, konnte Tuberkulose effektiv behandelt werden und Davos musste sich nach einer anderen Einnahmequelle umsehen. Die Grundlagen waren bereits gelegt und der Ausbau zum Wintersportort wurde vorangetrieben. Der erste Skilift der Welt ging ja bereits 1934 am Bolgen in Betrieb.
Mit dem Besuch und der interessanten Führung durch das Museum wurde uns ein bisher weniger bekannter Aspekt von Davos auf unterhaltsame Weise vermittelt.
Der Abend wurde beim traditionellen Fondue Chinoise in der Teufi abgerundet, bevor es am Sonntag ans Jakobshorn zum Variantenfahren ging.
Wiederum ein rundherum gelungener Anlass, mit fantastischen Schneebedingungen. Herzlichen Dank dem Organisator, den Bergführern und den Teilnehmenden für das tolle Variantenwochenende.

Marcel Müller
Fotos: Marco Lippuner

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