SUC-FIS-Rennen - Gegen jeden Widerstand

Mar 15, 2021

Erst mussten die FIS-Rennen der Swiss Universities Championships (SUC) im Hoch-Ybrig coronabedingt verschoben werden. Dann gab es zu viel Neuschnee. Die Versöhnung: ein reibungsloser Rennsonntag.

«Wir haben fast 200 Teilnehmende am Start!» Der Stolz ist OK-Präsident Thomas Almer anzusehen. Vor allem Schweizer Nachwuchs-Athletinnen und -athleten «plangten» in diesem Corona-Winter richtiggehend auf einen Ernst-Einsatz. Am Wochenende vom 23. und 24. Januar im Hoch-Ybrig sollte es für sie endlich wieder einmal klappen. 

Bis zuletzt hing die Durchführung an einem seidenen Faden: Das ursprüngliche Rennwochenende anfangs Januar war den Corona-Restriktionen zum Opfer gefallen. Anschliessend zerbrach man sich im OK der SUC-FIS-Rennen den Kopf: Sollen oder können wir überhaupt noch an den Rennen festhalten? Die Meinungen gingen auseinander. Caroline Bachmann stiess als Verantwortliche für das Corona-Schutzkonzept zum OK, um eine pandemiekonforme Durchführung zu gewährleisten. Im Gegensatz zu Amateur-Rennen gelten FIS-Rennen als semi-professionell und durften nach Gesetz stattfinden. Aber was, wenn ein Athlet stürzt und mit einem Beinbruch einem Covid-geschädigten das Intensivbett streitig macht? Machen wir uns mit dem SAS als Veranstalter so zum nationalen Buhmann?

«Wir schaffen das!»
E-Mails und WhatsApp-Nachrichten gehen hin- und her zwischen OK-Mitgliedern und Swiss Ski, den Hoch-Ybrig Bergbahnen und sogar der Schwyzer Regierung. Zuletzt ist auch das Wetter ein Diskussionspunkt: Können wir den Athletinnen und Athleten zumuten, den ganzen Tag bei Schneefall und Minustemperaturen draussen verbringen zu müssen? Alle Restaurants sind ja wegen des vermaleideten Virus geschlosssen..!

Schliesslich kommt das OK um seinen Präsidenten Thomas Almer zum Schluss: «Wir schaffen das!» Und zwar im Dienste des Skirennsports. Eine ganze Wettkampf-Saison verpassen – das holt man als Nachwuchs-Sportler nicht so leicht wieder auf. Und im Weltcup wird ja schliesslich auch gestartet!

Rutschkommandos
Nur ist das noch nicht die letzte Wende: Just in der Nacht vor dem Rennsamstag legt Petrus eine circa 20 Zentimeter hohe Schneedecke auf die bereits präparierte Piste beim Sternen-Lift. Nach fast zwei Stunden rutschen und diskutieren musste gemeinsam mit allen Trainern die bittere Entscheidung getroffen werden: «So können wir nicht fahren.» Das hiess Maske wieder aufsetzen und mit der Gondel ins Tal zurück. 

In der Nacht auf Sonntag schneit es wiederum rund 15 Zentimeter. Nur unter Aufbietung aller 180 Startenden als «Rutschkommando» gelingt es, die Piste renntauglich zu machen. Mit einiger Verzögerung kann um 11 Uhr schliesslich zum ersten Lauf des Riesenslaloms gestartet werden. Und siehe da: Die Piste hält und trotz des eisigen Windes können bis am Nachmittag zwei reguläre Riesenslalom-Läufe gefahren werden. Aber nur dank Dutzenden von freiwilligen Helfern, welche nach dem enttäuschenden Vortag von Carlo Schmid durch eine persönliche WhatsApp-Nachrichten nochmals zu einem Einsatz motiviert werden konnten. Unterstützung gab es unter anderem von ZV-Präsident Christoph Nater und seinem Vize Tom Kessler sowie dem SAS-Ehrenmitglied Christoph Schmid.

Grosszügiges Sponsoring
Bei der abschliessenden Siegerehrung in übersichtlichem Corona-Rahmen spürte man Thomas Almer und seinem Team die Erleichterung über den guten Ausgang an. Dank des Einsatzes von Giorgio Gattiker für das Sponsoring konnte den schnellsten Fahrerinnen und Fahrer neben einem Geldpreis auch tolle Sachpreise überreicht werden. Den Event-Sponsoren sei an dieser Stelle nochmals herzlich gedankt: Hoch-Ybrig Bergbahnen, Victorinox, alpamare, DreamAlpin Bergsportschule Einsiedeln, Kloster Einsiedeln Kellerei, Paragliding Mythen Obersihltal, Escape Einsiedeln, Hotel Linde Einsiedeln.



Resultate

FIS-Riesenslalom
Herren: 1. Lenz Haechler (2:16.38), 2. Thomas Zippert (+0.32) , 3. Julien Hermann (+0.37)
Damen: 1. Alissa Müller (2:22.65), 2. Belinda Schwenter (+1.56), 3. Jasmin Mathis (+1.65)


Schweizer Hochschulmeister 2021
Herren: 1. Mesot Quentin (SAS LA), 2. Nicola Niemeyer (SAS ZH), 3. Lukas Brawand (SAS BS)
Damen: Keine Wertung


Link zu Bildergalerie und Film


Mario Wittenwiler, für das OK 


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